Hersteller geben Maximalwerte an, die meist für optimal vorbereitete, glatte, saubere Wände gelten. In der Praxis ist es klug, eine Sicherheitsreserve einzuplanen und niemals an die absolute Obergrenze zu gehen. Für leichte Drucke reichen schmale Streifen, größere Rahmen profitieren von breiteren oder doppelten Streifen, verteilt über mehrere Punkte. Spiegel benötigen zusätzlich stabile Kontaktflächen und ausreichend Tiefe. Prüfe regelmäßig, ob alles fest sitzt, und erhöhe die Befestigungspunkte, wenn sich die Last über eine große Fläche besser verteilen lässt.
Sauberkeit entscheidet über Haftung. Entferne Staub mit einem weichen Tuch, entfette vorsichtig mit Isopropanol und lasse die Fläche komplett trocknen. Drücke den Streifen zunächst auf die Wand und warte, bis der Kleber sich gesetzt hat, bevor du Gewicht anbringst. Manche Produkte wollen eine Stunde, andere einen ganzen Tag Ruhezeit. In dieser Phase nicht zerren, drücken oder die Position ändern. Eine gründliche Vorbereitung reduziert spätere Überraschungen und erspart peinliche Rutschspuren an frisch gestrichenen Wänden.
Strukturierte oder stark abperlend beschichtete Oberflächen sind anspruchsvoll. Auf Textiltapeten haben Kleber weniger Fläche zum Greifen; hier helfen größere Pads oder Klettlösungen mit weichen, anpassungsfähigen Trägern. Strukturputz erfordert Tests an unauffälligen Stellen, um das reale Haltevermögen einzuschätzen. Frische Latexfarben können noch ausgasen und dadurch Haftung mindern. In allen Fällen gilt: eher mehrere Befestigungspunkte wählen, Gewichte konservativ einschätzen, und bei herausfordernden Wänden leichtere Rahmen oder Acrylglas statt schwerem Glas bevorzugen.
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